Unsere Welt wird immer schnelllebiger. So auch die Eisenbahn. Gestern nach der Arbeit verpasste ich meine S-Bahn knapp, weshalb ich eine gute halbe Stunde auf den nächsten Zug warten musste. Das war kein Problem, da ich selber schuld war. Ich hätte ja auch auf den Zug sprinten können. Als dann die nächste Transportmöglichkeit nach Hause einfuhr, freute ich mich, endlich in den verdienten Feierabend abzischen zu können. Der Zug hielt an, die Türen öffneten sich. Drei Fahrgäste stiegen aus und noch bevor ich einen Fuss auf die Kontaktschwelle setzen konnte, schloss sich die Tür wieder. Auch mit aller Gewalt liess sie sich nicht mehr öffnen (was sonst immer funktioniert). Eine fehlerhafte Türe, dachte ich mir, und sprintete in der Absicht, den Zug, auf den ich 30 Minuten gewartet hatte, nicht zu verpassen, zur nächsten Türe. Diese war zu meinem Erstaunen und dem meiner Mitsprinter ebenfalls fest verschlossen. Das verdächtige Surren einer kurz vor der Abfahrt stehenden Lok ertönte und der Zug setzte sich in Bewegung. Ohne mich. Ohne meine Mitsprinter. Ohne dass auch nur eine einzige Person den Zug besteigen konnte. Also durfte ich noch eine halbe Stunde warten und verbrachte sie sinnvollerweise damit, die Dame am Bahnschalter auf mein Problem aufmerksam zu machen. Diese lachte mich aus, was ich irgendwie verstand, da ich sicher auch gelacht hätte, hätte mir diese Geschichte jemand erzählt. Trotzdem machte mich dies noch wütender (ich hatte Frühschicht), was ich der Armen deutlich zu verstehen gab. Eigentlich tat sie mir leid, schliesslich konnte sie nichts für den Stalldrang des Lokführers. Auf jeden Fall bereitete ich mich darauf vor, die nächste S-Bahn regelrecht zu stürmen. Schliesslich wollte ich nicht noch eine halbe Stunde warten, weil ich nicht fix genug war, das Zwei-Sekunden-Zeitfenster für geöffnete Zugstüren erfolgreich auszunützen.
Oder so irgendwie ging das doch... Wie auch immer, ich wünsche Euch allen eine tolle Party und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und dass ihr mir ja Eure Vorsätze einhaltet! ;-)
Peti - 31. Dezember, 19:32
Vor einigen Monaten habe ich sämtliche Dekoration in meinem Zimmer abgehängt, um ein neues Deko-Dispositiv zu entwickeln. Seither hat sich relativ wenig getan und die Bilder, welche ich ja irgendwo lagern muss, stehen bei mir im Zimmer auf dem Boden. Völlig ungefährlich. Leider ist es nun passiert, dass eines der Bilder, nämlich mein "Regenbogenhaus" von Friedensreich Hundertwasser, in der Nacht umgekippt ist. Und am Morgen stehe ich auf, will die Storen hochkurbeln und merke, dass ich mit meinem Fuss irgendetwas betreten habe, was ich vorher noch nie betreten habe. Darauf folgte ein lauter Knall und als das Zimmer erhellt war, konnte ich erkennen, dass es eines meiner Bilder war. Minus ein Hundertwasser. Zum Glück hat nur die Scheibe gelitten, das Bild (ein Nachdruck, kein Original) ist noch intakt. Glück gehabt (und Scherben bringen ja noch zusätzlich Glück).
Peti - 29. Dezember, 11:21
Die Klimaerwärmung auf unserem Planeten schreitet praktisch unaufhaltbar voran. Unaufhaltbar? Nein! Einige namhafte Wissenschaftler lieferten exotische Vorschläge, wie man den grossen Feind CO2 binden oder die Wärme von der Erdoberfläche fernhalten könnte. Einige Ideen:
- Wüsten mit weissem Plastik abdecken
Das Licht wird ins All zurückgestrahlt und der Boden nimmt weniger Wärme auf. Vielleicht bräuchte man etwas viel Plastik, was in Zeiten, wo die Ölressourcen knapp werden, eine super Idee wäre.
- See mit CO2-speichernden Algen anlegen
Die Algen fressen sich mit CO2 voll, was zu einer erheblichen Vergrösserung der Algenvorkommen führt. Werden die Algen jedoch gefressen, dann wird das CO2 wieder freigesetzt.
- Atmosphäre mit Salzwasser impfen
Mit einem Flugzeug wird Salzwasser in die Atmosphäre gesprüht, was dazu führt, dass sich Wolken bilden, welche das Sonnenlicht reflektieren und ins All zurück schicken.
- Weisses Material auf Meeresoberfläche streuen
Auch dies dient der Lichtreflektion.
Hat die vermehrung des Planktons zur Folge, welches CO2 speichert. Plankton wird jedoch anderem Getier gefressen, wodurch das Gas letztlich wieder in der Atmosphäre landet.
- Meerwasser künstlich von oben nach unten mischen
So sollte die Wärme der Meeresoberfläche in die Tiefe verteilt werden und die Oberfläche wird kühler. Die Tiefseetiere wirds freuen.
- Schneeproduktion in der Arktis
Mit Maschinen wird Schnee produziert, um im Winter die Eisspalten in der Arktis zu schliessen und das Abschmelzen zu verlangsamen. In den Alpen ist es ja sowieso zu warm für Schneekanonen.
- Schwefel in der Atmosphäre
Durch die Injektion von Schwefel in die Atmosphäre wird eine Wärmereduktion verursacht, da die Schwefelteilchen die Sonnenstrahlung reflektiert. Schade ist dabei nur, dass Schwefel eine der Ursachen für die Klimaerwärmung ist.
Auch damit will man das Sonnenlicht davon abhalten, die Erde zu traktieren.
Ähnlich wie der Sonnenspiegel. Sieht vor, eine riesige künstliche Wolke aus hunderttausenden von kleinen Teilchen zu produzieren, welche 2% des Sonnenlichtes abfangen. Die Teilchenwolke müsste genau richtig positioniert werden, damit sie weder der Anziehung der Erde, noch der der Sonne erliegt. Es würden 20 knapp 2 Kilometer hohe Abschussrampen benötigt, von welchen im 5-Minuten-Takt ca. 800 000 Sonden ins All spediert werden. Kostenpunkt: 100 Milliarden Dollar im Jahr.
Ich finde die Ansätze sehr interessant und spannend. Sehr gespannt bin ich besonders auf deren Umsetzung. Den ausführlichen Bericht zu diesem Thema findet man heute im Tagi.
Peti - 28. Dezember, 17:52
Nun, eigentlich wollte ich mir das ja verkneifen, aber das Weihnachtsfest ist vorbei und jetzt dürfen wir wieder fies sein. :-) Sicherlich ist bekannt, dass der neue Werbeslogan von Schweiz Tourismus, welchen die Fachleute extra auf die Euronullacht hin erfunden haben, wie folgt lautet: "Schweiz. Entdecke das Plus." Der Slogan bezieht sich natürlich auf die schweizerische Nationalflagge. Ob er gut ist oder nicht, dazu nehme ich hier keine Stellung. Ich frage mich nur, wenn ich an die österreichische Nationalflagge denke, wie dann deren Slogan geht. "Akzeptiere das Minus"?
Peti - 27. Dezember, 18:04